Auf dieser Seite liste und beschreibe ich Lehr- und Forschungsprojekte, die ich an verschiedenen Universitäten und Institutionen in den letzten Jahren beantragt und durchgeführt habe bzw. durchführe:

Lehr-Lern-Innovationen 2020: Forschendes Lernen

Universität Duisburg-Essen
Forschendes Lernen umfasst idealerweise alle Phasen des Forschungsprozesses; angefangen bei der Entwicklung einer Fragestellung bis hin zur Publikation der Ergebnisse. Die Veröffentlichung der Ergebnisse studentischer Forschung bleibt jedoch oftmals aus. Dies mindert nicht nur das Entstehen von Forschungsinteressen bei Studierenden, auch Mechanismen des wissenschaftlichen Veröffentlichungsprozesses, insbesondere aktuelle Entwicklungen im Open Access Publishing, bleiben den Studierenden fremd.
Hier setzt das Projekt an: Den Studierenden soll die Möglichkeit gegeben werden, einen Artikel für das wissenschaftliche Internetportal KinderundJugendmedien.de zu schreiben. Durch das Projekt sollen Prozesse des forschenden Lernens gefördert und Studierende am digitalen Publikationsdiskurs beteiligt werden. Das Projekt adressiert damit nicht nur digitale Kompetenzen, sondern bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich mit Forschungstätigkeiten auseinanderzusetzen und diese zu erproben: Weiter stärkt es das Entstehen von Forschungsinteressen, die "forschungsbezogene  Selbstwirksamkeitserwartung" der Studierenden sowie Kompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens, die Studierenden im Bachelorstudium oft noch fehlen (was die Ergebnisse schriftlicher Arbeiten leider häufig reflektieren).

Das Projekt wird durch das Programm Lehr-Lern-Innovationen des Zentrums für Hochschulqualitätsentwicklung der Universität Duisburg-Essen gefördert.

Homepage   Homepage Lehr-Lern-Innovationen

Curriculum 4.0.nrw Digitale Transformation

Universität Duisburg-Essen
Das Projekt zielt auf die Erweiterung und Ergänzung der literaturwissenschaftlichen und -didaktischen Module im Fach Deutsch des BA-Studiengangs Grundschullehramt um die Anforderungen der digitalen Transformation: Von den zukünftigen Lehrkräften wird erwartet, dass sie Unterrichtsprozesse sowohl mit als auch über digitale Medien gestalten, dass sie mit diesen als Unterrichtsgegenständen umgehen und sie in Anwendung von digitalen Unterrichtsmedien und Werkzeugen in den Unterricht integrieren, dass sie entsprechende fach- und unterrichtsmethodische Kenntnisse anwenden und am digitalen Publikationsdiskurs teilnehmen können.
Hierzu sollen u.a. der Gegenstandsbereich der Module erweitert, fachspezifische Methoden um Digital Humanities ergänzt und literaturtheoretisches Wissen zur Medienkonvergenz vermittelt werden. Weiter sollen die Studierenden im Sinne des forschenden Lernens dabei unterstützt werden, Prüfungsleistungen veröffentlichen zu können.

Mit der Förderlinie Curriculum 4.0.nrw unterstützt die Landesregierung in Kooperation mit dem Stifterverband die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen bei der Digitalisierung der Hochschullehre. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft stellt dafür im Rahmen der landesweiten Digitalisierungsoffensive bis 2022 insgesamt 7,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Presseerklärung   Zur Presseerklärung auf den Seiten des Landesportals NRW

Transmediale Motivik

Universität Bremen/Universität Duisburg-Essen
Wenn Michel Foucault in "Die Ordnung der Dinge" darauf verweist, dass die "Dinge zu erkennen, bedeutet das System der Ähnlichkeiten zu enthüllen, die sie einander nahe und verbindlich werden ließen", dann verweist er damit auf eine zutiefst menschliche Eigenschaft bzw. Tätigkeit: Die Suche nach sich wiederholenden Ähnlichkeiten, wiederkehrenden Konstellationen und Mustern lässt sich als kognitionspsychologischer Prozess begreifen – und wird auch in der literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzung immer wieder thematisiert.
Davon zeugt die Bedeutung der Intertextualitäts- und Intermedialitätsforschung; in concreto beispielsweise das im Kontext der Kinder- und Jugendmedien immer wieder vorkommende "inhaltliche Muster" (Christiane Lubkoll) der Elternferne, welches Oliver Twist, Harry Potter, Pippi Langstrumpf, Mowgli und viele andere Figuren über Genre-, Gattungs-, und Mediengrenzen hinweg miteinander verbindet. Foucault bezeichnet diese Verweisbeziehungen als  "Knoten in einem Netz"; diesen Knotenpunkte entspricht das Motiv, das als verbindendes Element ein Netz von narrativen Medien konstituiert, aber gleichsam durch eben dieses konstituiert wird.
Ziele des Forschungsprojekts sind die Erarbeitung eines trennscharfen und operationalisierbaren Motivbegriffs, einer typologischen Ordnung von Motiven in Kinder- und Jugendmedien sowie die Entwicklung eines tragfähigen Analyseinstruments, das in Form eines Modells sowohl den narrativen Kern von Motiven erkennbar macht als auch seinen unterschiedlichen konkreten Ausgestaltungsdimensionen und -ebenen gerecht wird. Dieses Modell, das ein langjähriges Desiderat der Kinder- und Jugendliteraturforschung adressiert (vgl. O’Sullivan 2000, S. 70), wurde 2019 in einer ersten Veröffentlichung vorgestellt – und diente als Grundlage für ein Symposium an der Universität Duisburg-Essen. Derzeit wird die Veröffentlichung der Tagungsergebnisse vorbereitet.

Das Forschungsprojekt wird durch Mittel der Universität Bremen gefördert; das Symposium wurde durch die Philosophische Fakultät der Universität Duisburg-Essen unterstützt.

Internetseite Zur Internetseite des Projekts
Bericht Zu einem Bericht über das Symposium auf KinderundJugendmedien.de
Plakat Plakat des Symposiums

Tagung zur Bilderbuchforschung

Universität Bremen
Das Bilderbuch hat als Buchgattung der Kinder- und Jugendliteratur tiefgreifende Entwicklungen in thematischer, ästhetischer, narrativer und buchgestalterischer Hinsicht durchlaufen. Diese Entwicklungen nahm eine Tagung aus sowohl fachdidaktischer und als auch fachwissenschaftlicher Perspektive in den Blick, die durch Mittel der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert wurde.
Die Tagung mit dem Titel "Die Welt im Bild erfassen" fand in zwei Sektionen an zwei Terminen statt: Die erste Sektion am 6. Februar 2017 widmete sich in Vorträgen und Workshops pädagogischen und fachdidaktischen Fragestellungen; die zweite Sektion am 14. Februar fokussierte aktuelle Tendenzen der Produktion, Distribution und Rezeption von Bilderbüchern, intermediale Relationen und spezifische literaturwissenschaftliche Zugänge. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom Bremer Institut für Bilderbuchforschung und KinderundJugendmedien.de in Kooperation mit der Phantastischen Bibliothek Wetzlar und dem Verlag das Netz (Weimar). Die Vorträge erscheinen 2020 in einem Tagungsband in der Reihe Kinder- und Jugendliteratur Intermedial im Verlag Königshausen & Neumann.

Das Projekt wurde durch die Förderlinie Impulse und den Fachbereich 10 der Universität Bremen gefördert.

Programm Zum Programm: Abstracts der Vorträge und Kurzbiographien der Referentinnen und Referenten
Tagungsflyer Tagungsflyer

 

Forschend Studieren in der Studien­eingangs­phase

Universität Bremen
Ziel des Projekts war eine Reform der Studieneingangsphase des Faches Deutsch im Bachelorstudiengang Bildungswissenschaften des Primar- und Elementarbereichs der Universität Bremen: So wurde das Internetportal KinderundJugendmedien.de mit der Lehre in dieser Studienphase verzahnt, um zum einen – orientiert an den Bedürfnissen einer heterogenen Studierendenschaft – Inhalte der Veranstaltungen zeitgemäß zu präsentieren, zum anderen forschendes Lernen zu ermöglichen.
Die Lern- und Lehrinhalte stellen sich insbesondere in den Einführungsveranstaltung in die Literaturwissenschaft als umfangreich und komplex dar, berücksichtigt man, dass nicht nur die Rhetorik mit ihren Figuren und Tropen, sondern ebenso Geschichte, Begriffe und Methoden der drei Großgattungen Epik, Lyrik und Dramatik Inhalt dieser Kurse sind. Die Vermittlung in den Präsenzveranstaltungen wurde daher um ein virtuelles Fachlexikon ergänzt, das den Studierenden seitdem ein zeit- und ortsunabhängiges, selbstständiges und organisiertes Lernen ermöglicht.
Einzelne Artikel des Lexikons werden zudem in Form des Blended Learning in den weiterführenden Veranstaltungen thematisiert und vertieft. Das Fachlexikon bildet damit das Wissensfundament für die Studierenden, die sich in diesen Veranstaltungen im Rahmen des "forschenden Lernens" mit einzelnen Untersuchungsgegenständen und Forschungsfragen auseinandersetzen.

Das Projekt war Teil von ForstA (Forschend studieren von Anfang an), einem Projektantrag, mit dem die Universität Bremen neun Millionen Euro im Bund-Länder Programm "Qualitätspakt Lehre" des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft (BMBF) gewonnen hat.

Fachlexikon Zum Fachlexikon auf KinderundJugendmedien.de
Fachlexikon Zu einer Darstellung des Projekts
Poster Projektposter

Angst im Kinderfilm

Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst
Das Projekt, an dem ich gemeinsam mit Dr. Benjamin Moldenhauer und Dr. Philipp Schmerheim arbeitete, nahm seinen Ausgang in Beobachtungen und daraus resultierenden Befunden, die sich u. a. auch in der Presse lasen. So konstatierte Anke Sternborg Anfang 2013 in der Süddeutschen Zeitung, dass "Untote, Geister und Monster […] das Kinderland" unterwandern würden – und dass man sich vor etwa dreißig Jahren eine "solche Invasion noch keinesfalls [hätte] vorstellen können."
Das Forschungsprojekt mündete in einem Symposium im Juni 2015, das diese Tendenz zum Anlass nahm, einen grundlegenden filmanalytischen Blick auf die Inszenierungen und die Evokation von Angst zu werfen und nach den entwicklungspsychologischen Potenzialen dieser Bilder zu fragen.

Die Konzeption und Realisation des Projekts und des Symposiums zu Angstbildern und Angstlust im Kinderfilm wurde durch ein drittmittelfinanziertes Junior-Fellowship des Hanse-Wissenschaftskollegs (Institute for Advanced Study) ermöglicht.

Bericht Zu einem Bericht über das Symposium auf KinderundJugendmedien.de

Kinderfilm­analyse

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Kinder- und Jugendfilme gehören sowohl national als auch international zu den erfolgreichsten Formaten im Kino wie im Fernsehen; diese Bedeutung spiegelt die literatur- und filmwissenschaftliche Forschung und universitäre Lehre jedoch nur in Ansätzen wider.
Hier setzte das Lehr- und Forschungsprojekt mit dem Ziel an, einen eigenständigen Ansatz zur Analyse des Kinderfilms zu entwickeln, zu erproben und schließlich zu veröffentlichen. Sowohl die konzeptionelle Arbeit als auch die Anwendung des filmanalytischen Ansatzes wurde mit Studierenden als Forschendes Lernen realisiert, das Wissenschaft als dynamischen Prozess aus Forschung und Reflexion versteht, an dem die Lernenden beteiligt sind.
Der Ansatz der ausdrucksmittelübergreifenden Kinder- und Jugendfilmanalyse steht im Zentrum des 2013 bei UVK erschienenen UTB-Bands Kinder- und Jugendfilmanalyse von Dr. Tobias Kurwinkel und Dr. Philipp Schmerheim.

Zur Homepage Zur Internetseite der Kinder- und Jugendfilmanalyse bei UTB

Intertextualität Intermedialität

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Im Fokus des Lehr- und Forschungsprojekts stand die Beschäftigung mit Theorien, die zum einen die Beziehungen zwischen Texten beschreiben, zum anderen Phänomene medialer Grenzüberschreitungen erklären oder systematisieren. Dass sich mediale Ausdrucksformen und Gattungen mischen, gegenseitig durchdringen und aufeinander Bezug nehmen, ist – in Zeiten von Hörbüchern, haptischen Kinofilmen und nicht zuletzt des Internets als melting pot klassischer Medien mit virtuellen Welten, in denen Menschen interagieren – keine neue, wohl aber eine immer offener zutage tretende Tendenz.
Das Projekt bestand aus einem Seminar und einer Ringvorlesung: Das Projektseminar vermittelte sowohl Forschungsgeschichte als auch ‑ergebnisse des Themenkomplexes und damit das begriffliche und methodische Handwerkszeug, mit dem die Studierenden in Arbeitsgruppen ein Forschungsthema selbstständig erarbeiteten. Begleitet wurde das Projektseminar von einer Ringvorlesung, die den Stand der Forschung durch Vorträge von Kulturwissenschaftlern wie u. a. Prof. Dr. Lothar Mikos, Prof. Dr. Joachim Paech und Prof. Dr. Werner Wolf abbildete und den Studierenden damit die Möglichkeit gab, am aktuellen Forschungsdiskurs teilzunehmen.
Die Vorträge der Referenten wurden am Ende gemeinsam mit den Ergebnissen der Studierenden aus dem Projektseminar veröffentlicht: Der von Prof. Dr. Volker Dörr und mir herausgegebene Band Intertextualität, Intermedialität, Transmedialität. Zur Beziehung zwischen Literatur und anderen Medien ist 2014 im Würzburger Verlag Königshausen & Neumann erschienen.

Das Projekt wurde durch den Lehrförderfonds der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf gefördert.

Internetseite Zur Internetseite des Projekts

Otfried Preußler Intermedial

 Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Das Lehr- und Forschungsprojekt setzte sich aus didaktischer, literatur- und medienwissenschaftlicher Perspektive mit den Adaptionen der Erzählungen und Figuren Otfried Preußlers im Film, Hörspiel, Illustration und Theater auseinander. Hierzu erarbeiteten die Studierenden im Seminar wieder eigene Forschungsbeiträge, die sie auf der abschließenden Tagung im Düsseldorfer Filmmuseum vorstellten. Zu den Referenten zählten zudem und u. a. Prof. Dr. Ina Karg (Göttingen), Prof. Dr. Klaus Maiwald (Augsburg), Dr. Martin G. Weiss (Klagenfurt) und Dr. Marie-Luise Wünsche (Koblenz-Landau). Ehrengast der Tagung war Dr. Susanne Preußler-Bitsch, eine der Töchter Otfried Preußlers. Ergänzt wurde die Tagung durch Beiträge von Referenten aus der Praxis: So gab Anton Bachleitner, der Leiter des Düsseldorfer Marionetten-Theaters, im Rahmen eines Vortrags sowie eines Werkstattbesuchs in den Räumen des Marionetten-Theaters im Palais Wittgenstein Einblicke in den praktischen Ablauf der Adaption von Preußlers Krabat für das Figurentheater. Die Arbeit an Kinderfilmen stand im Mittelpunkt einer Gesprächsrunde mit dem Filmproduzenten Prof. Ulrich Limmer (Filmakademie Ludwigsburg, Das Sams, Das Ende ist mein Anfang) und dem Kameramann und Regisseur Gernot Roll (Kameraarbeit u. a. bei Buddenbrooks und Jenseits der Stille). Beide adaptierten 2005 zusammen Preußlers Der Räuber Hotzenplotz für die Kinoleinwand.

Zur Homepage  Zur Internetseite des Projekts

Internetportal Kinderund­Ju­gendmedien.de

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universität Bremen
Ziel des Lehr- und Forschungsprojekts war die Entwicklung und der Aufbau einer interdisziplinär ausgerichteten Internetplattform zur Kinder- und Jugendmedienforschung. Das Portal sollte als Informationsgrundlage für das Studium und die wissenschaftliche Forschung in diesem Bereich dienen sowie Kinder- und Jugendforschern eine Plattform zum wissenschaftlichen Austausch bieten.
KinderundJugendmedien.de ist seit Mai 2012 online; es besteht gegenwärtig aus drei Hauptbereichen: Einem Forschungsbereich mit Fachlexikon, einem Rezensions- und einem Informationsbereich. Die Beiträge des Portals stammen überwiegend von Kinder- und Jugendmedienwissenschaftlern aus dem deutschsprachigen Raum. Zu den Autoren gehören u. a. Prof. Dr. Hans-Heino Ewers (Frankfurt), Prof. Dr. Petra Josting (Bielefeld), Prof. Dr. Bettina Kümmerling-Meibauer (Tübingen), Dr. Heidi Lexe (Wien), Dr. Jana Mikota (Siegen), Horst Schäfer (Köln), Dr. Isa Schikorsky (Köln), Dr. Petra Vogel (Siegen) und Prof. Dr. Hans Jürgen Wulff (Hamburg). Zudem wurden und werden regelmäßig Beiträge von Studenten aus Lehrveranstaltungen an den Universitäten Düsseldorf, Bremen, Köln und Erfurt eingebunden.
Das Internetportal bündelt zentral den Stand und die Entwicklung der Kinder- und Jugendmedienforschung in Deutschland.

Zur Homepage Zur Internetseite von KinderundJugendmedien.de

Zur Homepage Zur Darstellung von KinderundJugendmedien.de auf Wikipedia

Michael Ende Intermedial

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Das Lehr- und Forschungsprojekt war nicht nur den Filmadaptionen von Werken Michael Endes gewidmet, sondern auch den zahlreichen Marionettentheater- und Computerspieladaptionen sowie für die Bühne geschriebenen Stücken wie Das Traumfresserchen. Im Rahmen der Lehrveranstaltung erarbeiteten die Studierenden wieder eigene Forschungsbeiträge, die sie auf der Tagung im Düsseldorfer Filmmuseum vortrugen. Die Vorträge beschäftigten sich aus intermedialer Perspektive u. a. mit der Kommerzialisierung und politischen Intention von Endes Werk, mit der Zeit- oder Schildkrötenmotivik, aber auch mit Endes Beziehung zur Romantik und Künstlern wie Novalis.
Die Tagung wurde zu einem besonderen Ereignis, zu einem Treffen zwischen Michael-Ende-Forschern sowie Freunden und Kollegen des Autors von Momo. So konnten wir mit Wilfried Hiller sowie Endes Lektor und Adoptivsohn Roman Hocke zwei Gäste begrüßen, die eine enge Beziehung mit Michael Ende verband. Anton Bachleitner, der Leiter des auf Adaptionen von Endes Werken spezialisierten Düsseldorfer Marionettentheaters, hat ebenfalls jahrelang mit Ende zusammengearbeitet und konnte aus praktischer Sicht ein Schlaglicht auf den Adaptionsprozess von Endes Werken werfen. Dies gelang auch dem Theaterregisseur Georg Büttel, der u. a. Die unendliche Geschichte für die Theaterbühne umgesetzt hat. Auch die wissenschaftlichen Tagungsbeiträge beschäftigten sich aus verschiedensten Perspektiven mit Endes Werk: Prof. Dr. Winfred Kaminski von der Fachhochschule Köln entfaltete in seinem Eröffnungsvortrag den Horizont der Verarbeitung von Kindheit und Spiel in Michael Endes Werk, während Dr. Heidi Lexe, die Leiterin der österreichischen Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur, über die Bedeutungskonstruktion des Mediums Buch im Werk Michael Endes sprach.
Die Ergebnisse des Projekts wurden im zweiten Sammelband der Reihe Kinder- und Jugendliteratur Intermedial veröffentlicht. Der Band, von Annika und Dr. Tobias Kurwinkel sowie Dr. Philipp Schmerheim herausgegeben, erschien 2016 im Würzburger Verlag Königshausen & Neumann mit dem Titel Michael Ende Intermedial. Von Lokomotivführern, Glücksdrachen und dem (phantastischen) Spiel mit Mediengrenzen.

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J. K. Rowling Intermedial

 Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Im Mittelpunkt des Projekts zu J. K. Rowlings Harry Potter stand neben der Analyse der mannigfaltigen Motive der Romane der Übergang vom Kinder- zum Jugendbuch bzw. vom Kinder- zum Jugendfilm: Rowlings Heptalogie begleitet als Bildungsroman nicht nur den Prozess des Erwachsenwerdens seiner Protagonisten, sondern auch denjenigen seines kindlichen bzw. jugendlichen Publikums. Dies stellt besondere Anforderungen an Rowling wie auch die Filmemacher. Eine Besonderheit der Filmadaptionen ist – neben der kontinuierlich heranwachsenden Riege der Kinderdarsteller – auch, dass die bisher sechs Harry-Potter-Filme von vier verschiedenen Filmregisseuren mit unterschiedlichsten Arbeitsansätzen umgesetzt wurden.
Die Studierenden präsentierten ihre im Seminar entstandenen Analysen auf einer wissenschaftlichen Tagung im Filmmuseum Düsseldorf gemeinsam mit Wissenschaftlern wie u. a. Dr. Heidi Lexe (Wien), Prof. Dr. Stephan Kammer (Düsseldorf/Berlin) und Dr. Iris Mende (Göttingen). Im Rahmen einer Gesprächsrunde war Rufus Beck, der Sprecher der ersten Hörbuchedition der deutschsprachigen Harry-Potter-Ausgabe, zu Gast.
Die Ergebnisse des Projekts wurden im zweiten Sammelband der Reihe Kinder- und Jugendliteratur Intermedial veröffentlicht. Der Band, von Annika und Dr. Tobias Kurwinkel sowie Dr. Philipp Schmerheim herausgegeben, erschien 2014 im Würzburger Verlag Königshausen & Neumann mit dem Titel Harry Potter Intermedial. Untersuchungen zu den (Film-)Welten von Joanne K. Rowling.

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