Rico, Oskar und die vielen anderen

2018. Filmadaptionen von Kinder- und Jugendromanen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit und stellen einen bedeutenden Anteil der Filme, die jährlich für Kinder und Jugendliche ins Kino kommen. Einerseits erreichen sie aufgrund der Popularität der Vorlagen schnell ein vergleichsweise großes Publikum, andererseits aber sind die Erwartungshaltungen auch hoch: Wird die Adaption dem Buch gerecht? Kann der Film neben dem Buch bestehen? Bietet er eine neue Sichtweise auf Bekanntes an – oder "klebt" er an der Struktur der Vorlage? Und natürlich auch: Kann es dem Film gelingen, Interesse für die Buchvorlage zu wecken?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Tagung "Bücher lesen – Filme sehen" des Arbeitskreises für Jugendliteratur e. V. vom 23.-25. November in Mühlheim. Am 24. halte ich dort einen Vortrag mit dem Titel "Rico, Oskar und die vielen anderen. Filmische Adaptionen im Unterricht und in der Filmarbeit". Weitere Informationen zum Programm sowie Anmeldemöglichkeiten lesen und finden sich auf der Internetseite des Arbeitskreises.

Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2018

2018. 238 Erstlingswerke (174 Manuskripte, 64 Bücher) haben Nadia Budde, Matthis Dobrić, Birgit Müller-Bardoff, Christine Paxmann und ich für den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis gesichtet und bewertet: Drei Autoren mit ihren Werken konnten wir nominieren: Maya Alou aus Freibung mit ihrem Bilderbuchtext Herbstspaziergänge, Michèle Minelli aus Uesslingen mit ihrem Jugendbuch Passiert es heute? Passiert es jetzt? (Verlag Jungbrunnen) und Stephanie Quitterer aus Berlin mit ihrem Jugendbuchmanuskript Weltverbessern für Anfänger.

Gewonnen hat den Kinder- und Jugendbuchpreis in diesem Jahr Michèle Minelli. Seit 1977 vergibt die Stadt Oldenburg diesen Preis für herausragende literarische und künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur. Der im Rahmen der Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse (KIBUM) verliehene Preis ist mit 8.000 Euro dotiert und ist in Deutschland der einzige seiner Art.

Die Kinderbuchwelten Franz Josef Tripps

2018.  In unserer Reihe Kinder- und Jugendliteratur Intermedial ist mit einem Buch von Mirijam Steinhauser über die Illustrationen des bekannten Kinder- und Jugendbuchkünstlers Franz Josef Tripp der 6. Band erschienen. Tripp prägte als Illustrator von mehr als 200 Büchern den deutschen Kinderbuchmarkt der 50er- bis 70er-Jahre entscheidend mit und war daneben als Autor, Journalist und Werbegrafiker tätig. Die Studie befasst sich mit Tripps kinderliterarischem Werk, mit den Romane von Michael Ende und Otfried Preußler sowie mit Tripps eigenem Kinderbuch Marco und der Hai aus dem Jahr 1956.

 

Faschistoide Dystopien im Jugendfilm

2018.  In den USA versucht Donald Trump an einer autoritaristischen Poilitik, in Europa wittert infolge der 'Flüchtlingskrise' der nationalistische Rassismus Morgenluft und die Volksrepublik China führt mit dem "Social Credit Rating" ein neues Instrument der gesellschaftlichen Totalüberwachung ein: alles gesellschaftliche Entwicklungen, die dystopische Erzählungen für Jugendliche bereits seit geraumer Zeit für sich ausgehandelt haben. Im Rahmen eines Workshops zeigen Philipp Schmerheim und ich exemplarisch anhand der Filmreihen zu Harry Potter und Die Tribute von Panem, wie sich der Jugendfilm etablierte Muster des (filmischen) dystopischen Erzählens aneignet und für ein jugendliches Publikum aufarbeitet.

18.01., 16 Uhr, Universität Kassel, Hörsaal 2 in der Diagonale 3

Von Hotzenplotz bis Tintenherz: Wie Kinderfilme entstehen

2017. In einem Feature für den Deutschlandfunk hat sich Anna Tollkötter nicht nur mit der Entstehung von Kinderfilmen beschäftigt, sondern auch mit der Geschichte dieser Filme und aktuellen Entwicklungen wie dem Family Entertainment. Das Feature, zu dem ich als Experte interviewt wurde, kann hier gehört und hier gelesen werden.